Kakteensammlung Reinhart Schade

Über mich & diese Seite

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Mein Interesse an den Sukkulenten begann - wie wohl bei vielen Kakteenfreunden - damit, dass ich einen blühenden Kaktus geschenkt bekam. Das war im Jahre 1967, damals war ich 30 Jahre alt. Die Rebutia deminuta hatte jedoch mangels einschlägiger Erfahrungen bald das Zeitliche gesegnet. Aber ich war "angesteckt", und es dauerte nicht lange, dann waren alle sonnigen Fensterbänke in der Münchner Mietwohnung vollgestellt und passende Balkonkästen gebastelt.

 

Seit über 40 Jahren wohne ich schon im schönen Bayernland, aber geboren wurde ich in Görlitz-Moys, in unmittelbarer Nachbarschaft der Gärtnerei Haude (Michael Haude habe ich jedoch später in Jänkendorf nie persönlich kennen gelernt). Ab 1945 wohnte meine Familie in West-Görlitz. 1956 verliess ich meine Familie und die "Ostzone", wie die DDR damals auch genannt wurde, weil ich das politische System nicht mehr ertrug.

1973 wurde ich Mitglied in der Deutschen Kakteengesellschaft, ein paar Jahre vorher schon in der Ortsgruppe München (jetzt Münchner Kakteenfreunde e. V.). Damals und noch viele Jahre danach hatte unser hochverehrter Franz Polz den Vorsitz. Wie Dieter Herbel in seinem Nachruf in KuaS 6/2007 treffend schrieb, war er ein liebenswürdiger und äußerst humorvoller Mensch mit enormem Fachwissen. Jederzeit konnte man ihn befragen und ihn in seinem Gewächshaus besuchen.

1978 war unsere Doppelhaushälfte in Olching (Kreis Fürstenfeldbruck) fertig, und gleich ging ich daran, ein vom Wohnzimmer aus zugängliches Gewächshaus zu konstruieren. Der eingereichte Bauantrag wurde ohne Schwierigkeiten und schnell genehmigt. Nur die Bauphase dauerte halt lange, hatte ich doch als "Einmann-Betrieb" nur die Wochenenden und die sommerlichen langen Abende zum Bauen zur Verfügung.

 

Endlich war das Gewächshaus Marke Eigenbau fertig: 26 m² groß, 65 cm zum Teil im Boden versenkt, mit Stegdoppelplatten gedeckt und an der Zentralheizung angeschlossen. Belüftet wird automatisch über 3 Seiten- und 2 Dachfenster. Auch die Außentür öffnet und schließt sich temperaturabhängig automatisch. Regenwasser sammelt sich in einem unterirdischen 1500 l-Tank.

 

Und welche Sukkulenten kultiviere ich? Hauptsächlich Kakteen, aber auch einige Andere Sukkulenten. Da der Platz bald eine Mangelerscheinung wurde, bevorzuge ich Arten, die schon als kleine Pflanzen blühen. Und zwar möglichst viele Gattungen, denn spezialisieren wollte ich mich nicht. Mich interessiert halt die Vielfalt, und es treibt mich die Neugier, zu versuchen, auch einige schwierige Arten zu kultivieren. Wenn man nicht spezialisiert ist, dann hat man natürlich bei einigen Artnamen Zweifel, ob diese wohl auch stimmen. Aber ich behalte fragliche Namen auf dem Etikett des Vorbesitzers und auf dem Samentütchen so lange bei, bis er von einem Spezialisten freundlicherweise korrigiert wird. So werden in dieser Homepage viele Synonyme oder gar Falschnamen auftauchen. Wie gesagt, ich bin ein neugieriger Mensch. So kommt man wie selbstverständlich zur Hybriden-Zucht und kann es kaum erwarten, bis die Pflanzen blühen. Und wenn es sich um Ein-Tages-Blüher wie Echinopsis-Hybriden handelt, dann nimmt man schon mal die Pflanzen morgens mit ins Büro!

Noch ein paar Worte zu den verwendeten Gattungsnamen: Seit einige Botaniker versuchen, in einem Konsensus die Kakteen neu zu klassifizieren, wurde viel Unmut und Unverständnis unter Kakteenfreunden ausgelöst. Viele Laien - so auch ich - können sich schwer oder gar nicht daran gewöhnen, dass Notocactus zu Parodia, Sulcorebutia zu Rebutia, Lobivia zu Echinopsis, Neochilenia zu Neoporteria, Echinofossulocactus zu Stenocactus gestellt werden soll, um nur einige der "Grausamkeiten" zu nennen. Es macht aber keinen Sinn, wenn wir Laien uns darüber ereifern, sollen sich doch die Botaniker die Köpfe heiß reden! Es steht auch meines Erachtens noch gar nicht fest, ob sich die Konsensusklassifikation auf derzeitigem Stand durchsetzt. So behalte ich auf meiner Website fast alle "alten" Gattungsnamen bei.

Anfang Mai 2003 erschien in unserer Regionalausgabe der Süddeutschen Zeitung ein Artikel über mich, da ich wohl der größte Kakteenzüchter im Landkreis Fürstenfeldbruck bin. Die Journalistin und der Fotograf waren schon einige Wochen vor dem Druck bei mir und da hing noch eine Folie, die den wärmeren Teil des Gewächshauses vom kälteren trennte. Ob ich nun "Herr" über meine Kakteen bin, weiß ich nicht. Gewiss weiß ich aber, dass über 1100 verschiedene Kakteenarten und -varietäten im Gewächshaus stehen.

 

An meinem 70. Geburtstag
in einem Gasthof

Dass unser Hobby viel Zeit kostet, besonders dann,wenn man viel aussät und fotografiert, kann meine Familie voll und ganz bestätigen. Zum Glück bringt meine liebe Frau viel Verständnis dafür auf. Gerade in der Wachstumszeit der Pflanzen, wenn der Gießaufwand am größten ist, viel umgetopft werden muss und Jungpflanzen sowie frisch bewurzelte Sprossen nicht so lange trocken stehen dürfen, ist Ferien- und Reisezeit. Und wenn April/Mai die Hauptblütezeit ist, dann ist man mit Fotografieren zusätzlich beschäftigt. Aber wie arm ist derjenige dran, der sich nicht an der Natur begeistern kann und im Alter keine Beschäftigung hat!

Ganz besonders stolz bin ich auf unseren Sohn. Er ist noch Gymnasiast und der Webdesigner dieser Homepage, hat sie also von A bis Z programmiert, mit 17! Als er 10 Jahre alt war, hatte er im Rahmen der Hochbegabtenförderung seinen ersten Programmierkurs absolviert. Schon damals konnte ich als Ingenieur, der ich nur einige Anwenderprogramme beherrschte, nicht mehr mitreden!

Auf die Installation eines Gästebuches habe ich aus verschiedenen Gründen bewusst verzichtet. Ich würde mich aber auf eine Kontaktaufnahme über E-Mail sehr freuen.

Und nun viel Spaß beim Stöbern auf meiner Website. Nehmen Sie sich dafür Zeit, denn es sind immerhin 1049 Bilder zu sehen. Neu ist meines Wissens auch eine Maßstabsskala am Bildrand, die ich besondere bei Makroaufnahmen für sehr informativ halte. Wenn Sie schon ein fortgeschrittener Kakteenkenner sind, dann versuchen Sie mal das Dornen-Quiz zu lösen!

Zum Schluss noch ein Tipp: Schauen Sie immer wieder mal bei

www.kakteen-schade.de

vorbei. Es werden laufend neue Bilder eingestellt und die "Baustellen" beseitigt.